Ich wüsste gerne, wie es sich im alten Ägypten gelebt hat. Wie sich die alten Rituale angefühlt haben, so richtig hautnah, denn ich liebe Geheimnisse.  Schon immer. Die der alten Pharaonen oder solche aus Tibet. Zum Beispiel das vom Yeti. Hast du von dem schon mal gehört?

Ein Wesen zwischen Mensch und Tier, der angeblich im Himalaya Gebirge lebt. Die Sherpa, die dort zu Hause sind, halten ihn für ein Dämonenwesen. Sie sagen, dass er sich nur den Menschen zeigt, die an Geister glauben.

Alle reden über ihn, aber keine hat ihn bisher gesehen. Und genau so ein Geist ist „man“.

Alle reden über „man“ aber keiner hat ihr oder ihm schon die Hand geküsst. Trotzdem begegnet mir „man“ ziemlich oft.

Eigentlich kommen meine Klienten zu mir, damit sie endlich vom Leben bekommen, was sie wollen. Und uneigentlich sagen sie solche Sachen wie:

  • Da weiß man dann nicht was man tun soll.
  • Man würde das natürlich gerne ändern, aber….
  • Da müsste man mal was machen.
  • Natürlich weiß man, dass….
  • Man müsste hier mal saubermachen…
  • Man wird dir das nicht durchgehen lassen.

Alles auch schon gehört? Ist es nicht komisch, das wir oftmals das Wort „man“ verwenden, wenn wir über eigene Erfahrungen sprechen wollen, die uns irgendwie unangenehm erscheinen? In solchen Situationen  bevorzugen wir unpersönliche Wörter wie man statt ich.

  • Um zu verallgemeinern, weil das weniger angreifbar macht.
  • Um uns von negativen Erlebnissen und Gefühlen zu distanzieren, weil das wehtut.

Worte sind wichtig. Die Worte, die wir verwenden, spiegeln definitiv unsere inneren Einstellungen und Überzeugungen wider.  Und das Wort „man“ benutzen wir in der privaten oder beruflichen Kommunikation oft, um Verantwortung abzulehnen. Denn Selbstverantwortung ist noch ein heißes Eisen.

Jedes Mal, wenn du die Ich-Sprache anwendest, drückst du dich selbst und deine  einzigartige Persönlichkeit direkt aus. Du versteckst dich nicht, wenn du direkt sprichst. Das schafft Klarheit in dir und bei anderen. Wie willst du vom Leben bekommen, was du willst, wenn du mit dem Nebelscheinwerfer nur spielst?

Das kannst Du tun

In unserem Sprachgebrauch können wir die Verantwortung für unser Leben leugnen oder übernehmen. Oder die Position der Ohnmacht verstärken.

Was möchtest du? Das sollte kein Geheimnis mehr bleiben, sondern Du wirst viel eher vom Leben bekommen, was du willst als vorher.

Denn du bekommst damit die Möglichkeit, so angenommen zu werden, wie du bist. Nicht, wie du vorgibst zu sein.

Übrigens, neueste Forschungen behaupten an Hand von Genproben, das der Yeti ein Bär ist. Kein Dämon. Wieder ein Geheimnis entschleiert.

Herzlichst

Ilona