Als ich 4 Jahre alt war, verkleidete sich ein Arbeitskollege meines Vaters als Weihnachtsmann und brachte mir die Geschenke.

Ich war unglaublich aufgeregt, als ich ihm die Hand reichen sollte (damals musste ich noch einen Knicks dazu machen…). Mein Herz pochte, meine Hände waren schwitzig und ich konnte kaum erwarten, gleich meine Geschenke auszupacken.

Das war so intensiv, dass ich mich heute noch daran erinnere, als wenn es gestern gewesen wäre. Auf Weihnachten war ich so gespannt wie ein Flitzebogen. Schon während der Adventszeit, fieberte ich Heiligabend entgegen, diesem Gefühl der Vorfreude, Spannung und Aufregung. Wenn endlich meine Großeltern aus Hameln eintrafen, war der Tag schon ganz nah. Aufgeregt malte ich mir vor dem Einschlafen aus, wie wunderschön alles werden würde.

Einige Jahre später glaubte ich nicht mehr an den Weihnachtsmann, ich war ja jetzt ein Schulkind. Aber die Gefühle kamen wieder.

Herzklopfen, schwitzige Hände, Aufregung

Nur hatte ich nicht tagelang darauf gewartet, dass diese Gefühle wieder in mein Leben traten. Nein, ich wollte dass sie möglichst schnell wieder verschwanden. Aber hopp!

Ich fürchtete mich vor diesen Gefühlen, wenn ich ein Referat vor der Klasse halten sollte. Ich wäre am liebsten weggerannt.

Aber wenn ich heute die Gefühle „ganz nüchtern“ betrachte, dann unterscheiden sie sich nicht besonders voneinander.

Körperlich fühlen sie sich gleich an. Nur, was ich im Kopf daraus gemacht habe, konnte unterschiedlicher nicht sein.

Der beste Weg, die eigenen Energien im Körper zu Angst werden zu lassen ist, die Luft anzuhalten, flach zu atmen, den ganzen Körper anzuspannen und sich in großen Bildern auszumalen, was alles schiefgehen wird. Die Krönung ist dann die Schockstarre.

So wandelst Du Deine Angst um

Doch genauso gut kann ich diese Energie, wie ich es komplett unbewusst als Kind gemacht habe, in positive Erregung und unbändige Vorfreude verwandeln. Wie geht das?

1. Tief atmen und mir vorstellen, wie unglaublich gut und schön alles werden wird.

2. Und dann hinein in die Situation. Jetzt hast du eine viel stabilere Basis.

Du kannst immer bestimmen, wie du Situationen wahrnehmen willst.

Herzlichst

Ilona

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