Ich habe da mal eine wichtige Frage an dich: Fällt es dir schwer zu verzeihen, weil du verzeihen gleichsetzt mit „den anderen davonkommen lassen“? Manchmal glauben wir auch, andere Menschen seien uns etwas schuldig und wir selbst „nur“ das Opfer schwieriger Umstände.

Wie auch immer: Fast jeder Mensch hat irgendwo in seinem Inneren ein paar „unerledigte Geschäfte“, die permanent Aufmerksamkeit und Energie rauben. In nahezu jedem von uns existiert eine sogenannte „schwarze Liste“, in die wir Ereignisse eintragen, die wir anderen oder uns nicht verzeihen können.

Das können sogar Kleinigkeiten sein: Jemand hat uns nicht eingeladen oder nicht gegrüßt.

Viele Menschen befassen sich sogar wochen- oder monatelang immer wieder mit dieser Liste. Sie rufen sich immer wieder in Erinnerung, was der andere getan hat. Sie quälen sich über eine lange Zeit damit, darüber zu grübeln und sich zu fragen: „Warum nur! Wie konnte er mir das antun. Das kann ich ihm nicht vergeben!“

Kennst du das? Dann sprich mit mir:

Sich aussöhnen im Hier & Jetzt

Klar, Aussöhnung bezieht sich nicht nur auf die Vergangenheitsbewältigung, sondern wir können in dieser inneren Haltung auch aktuelle Fragen im Privat – oder Berufsleben prüfen. Gerade dort sehnen wir uns ja nach positiven Veränderungen.

Das Leben ist nicht immer eitel Sonnenschein. Wir streiten, dass die Fetzen fliegen, wir fühlen uns zutiefst gekränkt, beleidigt, übersehen oder geraten in ernsthafte Konflikte.

Kontaktabbrüche, Rosenkriege, Gerichtsprozesse machen das Leben schwer.

Es nicht soweit kommen zu lassen, oder solche Phasen zu überwinden, ist eine Aufgabe, die wir selbst aktiv angehen können. Zu warten ob der andere etwas tut, verlängert nur das eigene Leiden.

Auch wenn es eine schwierige Herausforderung ist, die zunächst in unserem Inneren stattfindet, wächst unsere Persönlichkeit daran enorm. Selbst dann, wenn der andere sich nicht versöhnen möchte.

Sich aussöhnen bedeutet, dass..

  • wir den Wunsch aufgeben, Recht haben zu müssen. Das fällt oft sehr schwer.
  • wir lernen, Ereignisse so anzunehmen wie sie sind. Stattdessen hängen wir lange an der Idee, dass wir es gerne anders gehabt hätten.
  • wir uns bemühen, zu verstehen, weshalb sich der andere so verhalten hat. Wir halten stattdessen übermäßig lange an unserer Sicht der Dinge und der eigenen Verletzung fest.
  • dass wir mit etwas abschließen können und einen Neubeginn wagen. Etwas nicht mehr nachzutragen, ist eine echte Herausforderung.
  • wir akzeptieren, dass weder wir noch die anderen perfekt sind. Wir erwarten oft zu viel von uns und den anderen.
  • wir bereit sind, dem anderen wieder zu vertrauen. Wenn wir wenig Vertrauen besitzen, ist das ein großer Schritt.
  • wir anderen eine echte zweite Chance geben. Düstere Vorahnungen sind dann unfair.

Durch Aussöhnung können wir selbst viel gewinnen. Anspannung, Wut, Hass oder Schuldgefühle lassen nach und wir können unsere Gedanken auf das richten, was wir in der Gegenwart und Zukunft erreichen möchten.

Wir stärken unser Selbstwertgefühl, denn wir können erleben, dass wir nicht in der Opferrolle sind. Und ganz wichtig: Über unsere Gedanken und Gefühle bestimmen wir selbst und nicht der andere.

Willst du endlich diese Ketten loswerden? Dann sprich mit mir:

Vor vielen Jahren hat ein Mensch meine Gutmütigkeit finanziell total ausgenutzt. Als mir das volle Ausmaß dessen bewusst wurde, habe ich wochenlang fast nur im Bett gelegen und an die gegenüberliegende Wand gestarrt. Ich fand keine Ruhe, konnte es nicht fassen und hatte fast nur schlaflose Nächte. In diesen beschäftigte mich damit, wie ich mich rächen, es ihm heimzahlen könnte. Ich suchte nach einer geeigneten Art der Bestrafung.

So habe ich mich noch zusätzlich meiner Energie beraubt, die ich für einen Neuanfang dringend gebraucht hätte. Mein Körper und meine Seele waren völlig aus dem Gleichgewicht geraten.

Ich musste lernen, genauer hinzuschauen, nämlich das mich die Bestrafung, die ich für ihn finden wollte, selbst getroffen hat. Denn ich haderte nicht nur mit dem Menschen, sondern auch mit mir. Ich hatte auch mir zu verzeihen und mich mit meiner Fehleinschätzung auszusöhnen.

Der Groll, den wir gegen uns selbst hegen, weil wir uns bestimmte Eigenschaften, Gefühle oder Verhaltensweisen nicht verzeihen können, richtet bei uns denselben Schaden an, wie Groll einem anderen gegenüber.

Es können bei dir andere Dinge sein. Deine Gedanken können aber auch um ganz grundsätzliche Ereignisse kreisen: die lieblose Mutter, die Bevorzugung des Bruders oder die Aufteilung des Erbes.

Aussöhnung bedeutet, sich von der Bürde, ein Opfer zu sein, zu befreien und den Schmerz loszulassen: 

  • Deine innere Verkrampfung wird sich lösen.
  • Künftig wirst du dich bei Kontakten weniger verbiegen.
  • Du wirst dich kraftvoller und selbstsicherer fühlen.
  • Deine Beziehungen werden sich positiver gestalten.

Willst du das? Dann sprich mit mir:

Aussöhnung ist ein innerer Prozess, bei dem ich dich gerne begleite.

Was passiert, wenn du dich mit deiner Vergangenheit nicht aussöhnst?

Die meisten von uns haben in der Kindheit nicht nur positive Erfahrungen gemacht. Du bist jetzt erwachsen, aber in deinem Inneren lebt deine Vergangenheit fort und hat noch Einfluss auf deine Gefühle und dein Verhalten.

Ohne ausgesöhnt zu sein werden wir..

  • in unserer Partnerschaft ähnliche Verhaltensmuster wie die den Eltern gegenüber zeigen. Wir sind z.B. in der Beziehung äußerlich brav und angepasst, aber innerlich tobt der Bär gegen den „Liebsten“.
  • uns schwer tun, Liebe zu geben und anzunehmen.
  • keine wirkliche Nähe zulassen können.
  • uns selbst ablehnen, weil wir uns als Kinder abgelehnt fühlten.
  • uns schwer tun, mit Autoritätspersonen umzugehen.
  • uns nichts zutrauen, weil wir kritisiert und bevormundet wurden.
  • anderen auch grundlos misstrauen, weil wir nicht vertrauen konnten.
  • wir rasten aus, weil wir das selber so erlebt haben.
  • aus Angst vor schlechten Erfahrungen überhaupt keine Partnerschaft eingehen.
  • nicht tun, was wir tun möchten, aus Angst abgelehnt zu werden.
  • aus Protest handeln, auch wenn uns das selbst schadet.
  • uns schwer damit tun, uns selbst zu verzeihen.
  • perfektionistische Forderungen an uns selbst stellen.
  • uns von Schuldgefühlen lähmen lassen.

All dies muss nicht unbedingt passieren, aber die Chancen dafür sind aus meiner langjährigen Erfahrung sehr groß.

Wichtig zu wissen:

Mit der Vergangenheit Frieden zu schließen, muss nicht unbedingt bedeuten, dass wir gutheißen, was uns angetan wurde. Mit der Versöhnung stellen wir anderen keinen Freifahrtschein aus. Es muss auch nicht heißen dass wir uns live aussprechen müssen. Dieser Prozess kann ganz allein in unserem Inneren erfolgen.

Wie alles gut weitergeht:

Stell dir einen Moment vor, du wärest ausgesöhnt mit deinem Körper, völlig in Einklang mit deinen Schwächen und Stärken. Mit dem Leben das hinter dir liegt und den Menschen die dich begleitet haben. Mit dem was du versäumt hast und mit dem was du verwirklicht hast.

Wie stark wärest du dir dann deines eigenen Wertes bewusst? Dieses wunderbare Gefühl von Frieden und Einverstanden sein ist unbezahlbar und lohnt jeden Einsatz.

Ich wünsche dir nur das Beste und wenn du eine Begleitung auf deiner Reise suchst, dann bin ich da.

Bist du bereit dafür? Dann sprich mit mir:

Dabei ist Heilung nicht eine Frage der Geschwindigkeit, sondern der Sorgfalt.

Seit 25 Jahren arbeite ich mit viel Herzblut mit Menschen an diesem Thema. Aussöhnung gehört zu meinem großen Erfahrungsschatz, denn ich bin selbst mehrmals durch diesen Prozess gegangen und weiß, wovon ich rede. Deshalb bringe ich sehr viel Wohlwollen, ehrliches Interesse an dir, Geduld und vor allem Klarheit in deinen Prozess ein.

Es soll sich für dich lohnen! Tu es für dich…

Denn, wenn du dich innerlich mit einem anderen Menschen aussöhnst, dann tust du es deinetwegen, und nicht weil er oder sie es verdient. Deine innere Verkrampfung raubt dir schon lange genug die Freude und das Vertrauen ins Leben.

Auch wenn du glaubst, das Aussöhnung bei dir nicht klappt, oder wenn du den Zusammenhang zu deinen körperlichen Beschwerden noch nicht herstellen kannst, ich weiß aus Erfahrung, das sich das ändern wird.

Jede schwierige Situation kann entweder als Bestandteil des Lebens oder als etwas Schlimmes, Unüberwindliches betrachtet werden.

Ist das ein Satz, der dich herausfordert?

Ich wollte dir mit diesem Blog zeigen, das du schwierige Umstände auch als Wegweiser sehen kannst, die dir zeigen, dass du auf einer Reise bist. Und während dieser Reise hast du mehr selbst in der Hand, als du vielleicht vorher geglaubt hast.

Es muss keine Reise des kleinen, armen Opfers sein, es darf eine Heldenreise sein.

Hier ein paar Gedanken, die dir vielleicht helfen, die Aussöhnung anzugehen:

  • Probleme sind Lehrer. Sie helfen mir, zu lernen und zu wachsen. Ohne sie würde ich nichts erreichen. Mit ihnen gehe ich vorwärts auf mein Ziel zu.
  • Meine Kraft, meine Entschlossenheit und meine Liebe zu mir selbst sind immer größer als jedes Problem, das sich mir in den Weg stellt.
  • Ich weiß das eine Lösung durch Aussöhnung besonders zu meinem persönlichen Wachstum beiträgt.
  • Jedes Problem birgt in sich den Schlüssel zu seiner Lösung. Je besser ich ein Problem und seine Wurzeln verstehe, desto deutlicher kann ich die Lösung erkennen.

 Tu es für dich und finde endlich deinen inneren Frieden –  führe mit mir dein Kennenlerngespräch…

Alles Liebe

Deine Ilona