Niemand mag Konflikte wirklich. Meistens fühlen wir uns ziemlich hilflos dabei. Verteidigung, endlose Rechtfertigungen und Gemeinheiten, alles ist möglich. Jeder will auf seinem Standpunkt beharren und du verstehst die Welt nicht mehr.

Manchmal wird sich schnell wieder ausgesöhnt, weil jemand eine weitere Eskalation des Konfliktes fürchtet. Man söhnt sich schnell wieder aus, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Kennst du das?

Oder jemand hält es für seine menschliche Pflicht, auch tiefere Differenzen sofort wieder gut sein zu lassen… Aussöhnung ist aber nichts Kleines, was man mal eben so erledigt, damit man wieder seine Ruhe hat.

Aussöhnen ist nicht verzeihen

Bitte verwechsle das nicht. Wenn dir ein Mensch auf den Fuß tritt, bittet er um Entschuldigung. Es ist die Bitte, ihm etwas nachzusehen, weil er –  meist unabsichtlich – etwas Ungeschicktes gemacht hat. Verzeihen ist für „Kleinkram“. Für all die kleinen Unachtsamkeiten und unbeabsichtigten Verletzungen, die wir uns im Laufe des Alltags zufügen. Bei denen wir leichten Herzens einfach „Schwamm drüber“ sagen können.

Ich könnte für verzeihen auch das Wort Nachsicht nehmen. Du hast Verständnis dafür, dass der andere auch Fehler macht. Nachsicht ist für Dinge geeignet, die uns zwar ärgern, aber nicht in der Tiefe unserer Seele treffen. Das Zuspätkommen einer Freundin, ein Buch das du befleckt zurückbekommst usw. Es ist quasi das Pflaster für kleine Wunden.

Echte Aussöhnung ist eher wie eine Operation

Es ist so etwas wie eine persönliche Maßnahme, die wir dann anwenden können, wenn uns etwas tief verletzt und getroffen hat.

Bei einer Schürfwunde wäre eine Operation völlig übertrieben. Bei tiefen Verletzungen hingegen wäre es verrückt, sie nur mit dem Pflaster der Nachsicht zu bedecken.

Und noch eines: Es geht es nicht nur um tiefe Konflikte mit anderen Menschen. Aussöhnung ist notwendig, wenn es die hartnäckige Erinnerung um einen Fehlschlag in deinem Leben geht, den du dir immer wieder vorhältst. Es können tiefsitzende Gewohnheiten sein, für die du dich verachtest. Oder auch ein negatives Bild, das du von dir selbst aufrechterhältst, statt dich mit dir auszusöhnen. 

Möchtest du Aussöhnung angehen? Dann mach den ersten Schritt und vereinbare mit mir ein kostenfreies Kennenlerngespräch:

Wenn wir uns jedoch überstürzt oder halbherzig aussöhnen, weil uns das alles doch zu unangenehm und schmerzhaft erscheint, dann verpassen wir das befreiende Gefühl, das sich bei echter Aussöhnung einstellt. Es bleibt ein schaler Nachgeschmack.

Vielleicht scheiterst genau an diesem Punkt: Du weißt und verstehst, das du sich aussöhnen solltest, aber du gehst die Aussöhnung einfach nicht von Herzen an. Zeit heilt alle Wunden, so möchtest du es glauben. Doch leider stimmt das nicht.

Das, was in der Zeit passiert, ist nicht selten eine (unbewusste) Ablenkung von deinem tief sitzenden verdrängten Schmerz.

Verschwende keine wertvolle Lebenszeit, in denen du leidest, anstatt glücklich und frei zu sein. Auch wenn du es heute noch nicht glauben kannst:

Du wirst dich stark, unabhängig und frei fühlen. Und du wirst in Liebe und Dankbarkeit auf Menschen oder Ereignisse zurück schauen, mit denen du dich ausgesöhnt hast.

Mute dir keinen weiteren Schmerz von Verlust und Festhalten zu, sondern geh gemeinsam mit meiner Unterstützung den Weg der Aussöhnung. Mach dich bereit für den entscheidenden Schritt, in einen wirklich glücklichen Neubeginn.

Herzlichst

Ilona Steinert