Ich habe mich heute gefragt, welches Gefühl kann uns wohl am meisten verunsichern? Klar, die Angst verunsichert uns, meistens aber nur zeitweilig, bis das Problem überwunden wurde. Ich glaube, die Angst ist es nicht…

Aber wie steht es mit dem Gefühl, nicht mehr man selbst zu sein?

Die Frage: “Wer bin ich?“ ist eine, die uns im Leben ein paar Mal einholt. In der Pubertät sowieso, aber auch in der sogenannten Lebensmitte. Und zusätzlich oft dann, wenn uns das Leben gerade durchschüttelt. Kennst Du bestimmt. Kannst Du nicht leiden. Kann eigentlich niemand leiden. So wollen wir nicht sein. Wir sind auf Sicherheit geprägt. Komfortzone und so. Und doch, in manchen Phasen des Lebens beginnen wir (uns) zu hinterfragen. Wir hinterfragen, was wir tun und an was wir geglaubt haben. Und je intensiver wir den äußeren Rahmen in Frage stellen, innerhalb dessen wir uns bewegen, desto mehr gerät das Gefühl zu uns selbst ins Wanken.

Zu wissen, wer man ist, scheint die Grundvorrausetzung zu sein, um stabil durchs Leben zu gehen.

Ich bin die Frau von…. Ich bin Lehrerin Ich bin die Tochter meiner Mutter… Wird das in Frage gestellt, von uns selbst oder anderen, weil wir die Arbeit verlieren, der Mann sich trennen will, löst das Verwirrung, Orientierungslosigkeit und Kontrollverlust aus. Und das kann niemand leiden, da ist die Verzweiflung nicht weit weg. Wie immer, wenn es einen rüttelt und schüttelt im Leben, besteht der erste Schritt raus, in der Anerkennung dessen, was ist. Was zunächst mal nichts anderes bedeutet, als zu bemerken, was gerade geschieht, ohne es zu bewerten. Dem Gefühl von Ohnmacht, Kontrollverlust und Orientierungslosigkeit, können wir begegnen, indem wir die Phase des „Nichtwissen wo es lang geht und was zählt“ nicht mehr als Bedrohung betrachten. Ich unterstütze dich dabei. Hier geht es zum kostenfreien Kennenlerngespräch:

Oft ist das zunächst einfacher gesagt als getan. Je nachdem, wie geübt jemand darin ist, innere Arbeit zu leisten. Wo der Rahmen wegzubrechen scheint und alte Grenzen und Überzeugungen sich auflösen, wird oft bedrohliche Leere empfunden. Diese jedoch nicht als Leere, sondern als Raum zu denken, indem wir eine riesen Chance haben, Neues kreieren zu können. Dieser Perspektivenwechsel bringt die erste notwendige Entlastung. Wenn es um Veränderung geht, höre ich oft den tollen Satz: „So bin ich halt“, mit dem manche Menschen auch unterstreichen wollen, dass sie gefestigt sind, berechenbar, ohne Maske, authentisch. Für mich ist das allerdings der Killersatz schlechthin. Stillstand pur. Denn er hält dich genau da fest, wo du schon immer gewesen bist. Was meinst du? Wenn jemand zutiefst überzeugt ist, das er weiß, wer er wirklich ist, ist das kritisch? Ja, genauso kritisch wie, wenn jemand  überhaupt nicht mehr weiß, wer er wirklich ist? Tja….Und nu sprach das Gnu? Was wäre, wenn es darum geht, Selbsterfahrung und Veränderung als einen natürlichen Prozess anzunehmen? Nichts festzuhalten, auch nicht an der eigenen Person und die Suche nach:

  • “Wer bin ich?”
  • “Was möchte ich?”
  • “Was ist meins?”

als ein spannendes Detektivspiel anzugehen?

Herzlichst Ilona Steinert