Heute ist internationaler Frauentag und ich bin sehr nachdenklich.

Fühlen wir uns wirklich schon als eine Gemeinschaft von Frauen? Ehren wir unsere Schwesternschaft?

Sicher die Vernetzung von Frauen beginnt, eine echte Zusammenarbeit zwischen Frauen ist im Werden und dennoch… unter der Oberfläche lauert noch so einiges. Denken wir nur an die Vergleichsfalle. Obwohl wir es doch schon viel besser wissen müssten.

Die Vergleichsfalle ist der garantiert sicherste Weg, uns Frauen furchtbar unglücklich zu machen. Der garantiert sicherste Weg , uns  von der persönlichen Authentizität und der inneren Klarheit weit zu entfernen. Der garantiert sicherste Weg, niemals zu erreichen, wovon wir träumen.

Erfahrene Vergleicherinnen perfektionieren die Anleitung zum Unglücklichsein übrigens:

  • Was die kann, kann ich schon lange…
  • Die hat es ja auch viel leichter im Leben als ich…
  • Wie die sich an die Leute ranschmeißt…
  • Wie schafft die das bloß, die ist doch auch nicht besser als ich…
  • Wenn ich so schlank wäre wie die, dann….

Na ja kurzfristig mögen sie sich besser fühlen, um sich dann doch wieder im Unglücklichsein zu suhlen. Weil wieder eine Frau vorbei kommt, bei der man sich drüber stellen kann. Oder drunter stellen, die Vergleichsfalle funktioniert auch, wenn ich mich schlechter bewerte als eine andere Frau.

Solange wir nicht kapieren, dass unser eigener Hang zur Unklarheit, unsere Wunden der Kindheit, unser Festhalten an unauthentischen Rollenverhalten und unsere Komfortzone uns keinen Millimeter vorwärtsbringen…wird sich nicht ändern. Für uns selbst nicht und nicht in der Gemeinschaft mit anderen Frauen.

Wollen wir wirklich den Body eines Modells oder den Kontostand von Tina Turner? So wirklich, wirklich? Mit allen Konsequenzen? Falls ja…

Vor der äußeren Veränderung steht die innere Transformation. Immer. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Wenn du etwas anderes willst, als du hast, dann musst du bereit sein, etwas loszulassen, etwas von deinem bisherigen Selbstbild. Vielleicht auch von deiner Meinung oder deinen Glaubensätzen oder deiner Art zu leben. Um wie ein Phönix aus der Asche wieder aufzustehen,… fröhlicher … glücklicher.

Und hier…steigen die meisten Frauen aus. Das erlebe ich immer wieder. Es sei denn, in ihnen brennt das Verlagen, nicht nur sich selbst zu verändern, sondern auch die Welt, die Gemeinschaft der Frauen.

Dann macht der Frauentag für mich Sinn.