Vor einigen Tagen habe ich einen neuen Frisör gesucht. Ich hatte einen Ein-Mann-Salon im Auge und habe – ganz die moderne Frau – gegoogelt und mir erstmal seine Bewertungen durchgelesen. Schließlich vertraut Frau ihre Haare ja nicht jedem an, oder?

So fiel mir eine Bewertung mir besonders auf:

„Wer eine ehrliche und kompetente Beratung, einen professionellen Schnitt und auch tiefsinnige Gespräche sucht, ist hier richtig. Wer nicht viel Veränderung wünscht und einen Frisör haben möchte, der tut was man  will, der ist hier wohl eher falsch.“

Nichts wie hin, der Mann interessiert mich. Kaum eingetroffen, wurde ich als neue Kundin sofort drauf hingewiesen, dass er nicht nett im Sinne von freundlich wäre. Bei ihm bekäme jede und jeder eine herzliche, ehrliche Meinung, aber keinen Honig um den Mund geschmiert.

 Äh, ja? Das machte mich nachdenklich, gilt das nicht auch für meinen Beruf? Ich bin Mentorin und begleite Menschen und ich wurde selbst schon oft in meinem Leben gecoacht. Ich kenne also beide Seiten.

Und stimmt: Nette Mentoren finde ich suspekt.

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Mein Mentor soll nicht mein Freund sein. Ich muss meinem Mentor vertrauen. Das kann ich nur, wenn er total ehrlich zu mir ist.

Und ehrlich ist oft nicht nett

Der Weg der Veränderung und Erneuerung führt in den meisten Fällen durch zeitweilige Verwirrung. Das Alte greift nicht mehr, aber das Neue ist noch nicht sichtbar.

Ein Mentor hilft uns, immer mehr Klarheit zu gewinnen. Zeigt uns, was wir nicht sehen wollen oder können. Uns selber gelingt das oft nicht so einfach. Wir übersehen Wichtiges auf Grund unserer blinden Flecken. Und wir suchen manchmal viel zu schnell Zuflucht in Erklärungen und Ausreden, die unseren eingefahrenen Denkmustern entsprechen.

Ein Mentor sieht auch Unbequemes und zeigt es auf. Das ist nicht nett, und doch eine sehr liebevolle Handlung.

Wenn du dir das für dich wünscht, dann sprich mit mir.

Ein guter Mentor kauft mir auch nicht meine vorgekauten Geschichten ab. Eine Freundin oder ein Familienmitglied schon.

Freunde sind tendenziell zu nett und zu wenig ehrlich. Im Zweifelsfall unterstützen sie unsere Sicht der Dinge oder lästern ein wenig mit uns. Dass sie tiefer gehen, ist eher die Ausnahme.

Oft möchten unsere nächsten Bezugspersonen, dass wir so bleiben, wie sie uns kennen. Sie lieben uns so, wie wir sind, noch nicht so, wie wir werden möchten.

Ein Coach begleitet dich auf deinem Weg, klar, ohne sich zu verwickeln, aber mit Wertschätzung.

Wenn du dir das für dich wünschst, dann sprich mit mir:

Alles Liebe

Deine Ilona