So viel los, so viele Interessen und so viele Fragen und vielleicht auch Ärger und ungelöste Dinge.

Ich kenne das selbst von mir nur zu gut und ich kann nicht sagen, dass bei mir immer alles glatt und entspannt läuft. Dennoch kümmere ich mich nicht wirklich um diese Stolpersteine und bewerte sie nicht als  Drama, was sie für manche Menschen sind. Ich gehe meinen Weg einfach weiter.

Neulich kam heraus, dass eines meiner Bücher vergessen wurde zu lektorieren und es mit allen Schreib- und Flüchtigkeitsfehlern ausgeliefert wurde. Gruselig… Scham, Schande, Angst vor übler Nachrede, unzulänglich sein… alles drin.

Klar, die anderen sind Schuld, der Lektor, der Verlag. Oder ich bin Schuld, ich hätte ja mehr Kontrolle ausüben können. Wie konnte ich nur so blöd sein…

Was für eine doofe Sichtweise, dieses Denken in Schuld. Das ist voll kontraproduktiv, weil es durch viel zu viel Emotion eine objektive Analyse des Problems verhindert. Es gibt selten nur eine Ursache für ein Problem oder einen Fehler. Meistens ist es das Zusammenspiel vieler Dinge.

Nein, ich lies mich nicht runterziehen. Ich nahm mich selbst in den Arm und hatte Mitgefühl mit dem Teil von mir, der plötzlich kalte Füße vor dem vernichtenden Urteil seiner Leser bekam.

Erst danach fragte ich mich, was ich beim nächsten Buch anders machen werde, um meine Chancen auf eine freudige und große Leserschaft zu erhöhen.

Wie, trotz der ganzen Stürme im Leben, offen und herzlich zu mir selbst und anderen zu sein, das ist etwas, was mich schon immer beschäftigt hat. Weißt du, was ich erkannt habe?

Es ist die Liebe und die Zugewandtheit zu mir selbst, die mir hilft, die Stürme des Lebens zu glätten. Und nach jedem Sturm kommt ein wunderschöner Morgen. Das habe ich schon oft erfahren.

Alles Liebe & liebe dich selbst

Ilona