Sehen und spüren, ist das schon Liebe?

Sehen und spüren, ist das schon Liebe?

Für viele Menschen ist die „Liebe auf den ersten Blick“ immer noch das ganz große Ideal. Es ist ein Traum – einen Menschen zu sehen und zu wissen: Das ist der/die Richtige. Der Traum bleibt bestehen – auch wenn die Realität belegt, dass dieses Phänomen reichlich selten ist. Die wenigsten Menschen verlieben sich wie vom Blitz getroffen. Bei der Mehrzahl  wächst die Liebe – fast wie eine Blume, die irgendwann aus der Verborgenheit an die Oberfläche kommt und sichtbar wird. Plötzlich merkst Du: Ohne den anderen will ich nicht mehr sein.

Etwas Einzigartiges, Besonderes, Wunderbares

Du siehst den anderen, nimmst ihn wahr und entdeckst in den Augen unendlich viele Kostbarkeiten. Der Tod der Liebe beginnt, wenn Du das Besondere am anderen, das Dich einst begeistert hat, nicht mehr mit liebenden Augen betrachtest. Du sieht nur noch die Dinge, die Du als störend, nervig und belastend empfindest: das Hüftgold oder die schlechten Angewohnheiten. Beim Essen bleibt mir manchmal etwas im Mundwinkel hängen. Früher galt  mir dann ein liebevoller Blick und, über das Weinglas hinweg, bekam ich mit der Serviette den Krümel sanft entfernt.  Ich war im 7. Himmel. Jahre später hieß es nur noch: „pass auf… Du kleckst gleich wieder!“

Es stimmt…

Du kannst nicht beeinflussen, was Du siehst. Doch Du kannst entscheiden, wohin Du blickst. Wenn Du Dich an das erinnerst, was einen am anderen eins fasziniert hat, gewinnst Du Kraft, aktuelle Herausforderungen anzugehen.

Wahrnehmen und Annehmen

Das hängt eng miteinander zusammen. Es schließt auch den Wandel mit ein, den Menschen im Lauf der Zeit erfahren. Du brauchst nur die Bilder von früher zu betrachten, um schnell zu erkennen: So wie damals bin ich, sind wir, nicht mehr. Doch es haben sich nicht nur Frisuren, Kleidungsstile und vielleicht auch die Kilos auf der Waage verändert. Einschneidender sind die persönlichen Entwicklungen.

Was gut tut

Wie wäre es damit einmal Bilanz zu ziehen und zu fragen: Wie habe ich mich in der vergangenen Zeit verändert? Und wir? Es kann spannend sein, zu entdecken, was sich im Lauf der Zeit entwickelt hat, wie aus einem ängstlichen Mädchen eine Frau geworden ist. Oder aus dem ruhelosen, umtriebigen Mann jemand, der die Gemütlichkeit zu schätzen weiß. Wenn Du neu siehst, wie Du jetzt bist, kannst Du Dich neu annehmen, wahrnehmen und Dich selber neu lieben. Und natürlich auch wenn Du Deinen Partner, Deine Freundin oder Deine Eltern wahrnimmst, so wie sie jetzt sind. 

Lass Dich inspirieren und überlege.

Wie hast Du Dich in den letzten Jahren verändert? Was sind die größten Unterschiede zu früher? Und die anderen Menschen in Deinem Umfeld? Was macht Dir Freude? Was stimmt Dich traurig?

Extratipp.

Schreib auf was Du wahrnimmst – äußerliches, aber auch innerliches.  

Das ist das Ziel meines Blogs: Inspiration und Anregungen zu geben, Liebe zu leben. Ganz praktisch im Alltag.

Herzlichst

Der Witz mit der Treue

Der Witz mit der Treue

Treue ein Witz? Was will ich denn damit sagen? Wenigstens bin ich treu, sagte mal ein Klient zu mir, der seiner Frau schon alles mögliche angetan hatte. Oder manch einer sagt: „ich bin doch treu“. Und ist stolz auf diese Leistung, dass er immer noch mit dem gleichen Partner zusammen ist. Vielleicht auch beeindruckt von sich selbst, dass er auf erotische Abenteuer außerhalb verzichtet und beim Anderen bleibt.

Stolz – zu Recht.

In einer Zeit, in der vieles dazu ermuntert, eine Beziehung mit dem anderen nicht sonderlich ernst zu nehmen, ist derartige Treue schon eine gewisse Leistung.

Doch ganz ehrlich…

so richtig prickelnd hört sich das nicht an. Es klingt – in vielen Fällen – nach Wahrung des Status Quo. Nach Erhalt des Bestehenden. Die Falten im Gesicht und am Bauch werden von Jahr zu Jahr tiefer – doch ansonsten ändert sich nichts. Nicht unbedingt reizvoll.

Ich habe eine anspruchsvollere, herausfordernde und attraktivere Definition von Treue:

Treue ist Wachstum.

Nicht nur die Treue zu Dir selbst. Auch in Beziehungen. Wer unter Treue lediglich versteht, nicht wegzulaufen, verfehlt das Wesen der Treue.  Das ist nicht treu – das ist nur langweilig. Um nicht wegzulaufen, muss man kein Mensch sein – da reicht es, ein Möbelstück zu sein. Sofas laufen auch nicht weg.

Was bedeutet Wachstum in einer Beziehung?

Das ist von Partnerschaft zu Partnerschaft verschieden. Die einen können gut zusammenarbeiten, tun sich aber von Herz zu Herz schwer – ihr Wachstumsbereich. Andere dürfen lernen konfliktfähiger zu werden oder aktiver. Wer treu sein will, kann sich fragen: Was kann ich dazu beitragen, dass diese Beziehung das Bestmögliche wird, was sie werden kann?

Wenn Du keinen Partner hast…

Die Treue zu Dir selbst ist ein ebenso großes Thema. Holst Du das Bestmögliche aus der Beziehung zu Dir selbst heraus? Förderst Du Dich in deiner Eigenentwicklung? Was ist Dein Wachstumsbereich?

Ein Bild vor Deinen Augen.

Es tut gut, sich ein Bild vor Augen zu halten, was sein könnte. Keine bloße Phantasie, sondern ein Bild, wie Dein Leben in 10 Jahren aussehen könnte. Dann, wenn Du gewachsen bist.

Und dann das zu tun, was Du konkret in dieser Woche, in diesem Monat, in diesem Jahr tun kannst, um die Beziehung zu fördern und zu stärken. Die Beziehung zu Dir, die Beziehung zu Deinem Partner. Schritt für Schritt – in aller Treue. 

Lass Dich inspirieren und überlege.

Wo gibst Du Dich mit dem Status Quo zufrieden?

Wo steckt Potential für mehr?

Extratipp.

Dein Status Quo kann auch in anderen Bereichen stecken.

 

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Herzlichst

Die Empfangskanäle des Glücks

Die Empfangskanäle des Glücks

Hast Du auch schon festgestellt, dass die Art, wie Dein Partner Dir seine Liebe zeigte, selten bei Dir ankam? Und umgekehrt natürlich auch… Nicht nur in der Partnerschaft. Ich hatte eine Kollegin, der ich lange Jahre sehr zugetan war. Aber meine Zuneigung habe ich auf eine Art gezeigt, die selten bei ihr ankam. Sie hoffte immer auf eine andere Art und das brachte unsere Zusammenarbeit letztlich zum Scheitern. Was war geschehen? Jeder Mensch hat einen anderen Kanal über den ihn Zuneigung besonders gut erreichen kann. Und jeder Mensch drückt Liebe und Zuneigung meist auf die von ihm selbst favorisierte Weise aus – die nicht der Favorit des anderen sein muss.

Geschenke: Manche Menschen bringen Zuneigung durch Geschenke zum Ausdruck. Sie suchen voller Liebe nach dem Passenden. Ein von Herzen kommendes Geschenk kann tief berühren und erfreuen. – und eine tiefe Verbindung zum Schenkenden schaffen.

Körperliche Nähe: Andere Menschen reagieren eher auf Berührung. Kuscheln, Schulterklopfen, Umarmung – das Spektrum dessen, wie man mit dem Körper Nähe zum Ausdruck bringen kann, ist vielfältig. Und berührt im wahrsten Sinne des Wortes.

Zeit: Für viele Menschen ist Zeit, in denen ihnen vom anderen ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt wird, der berührendste Ausdruck der Liebe. Sie blühen auf, wenn der andere sich für sie Zeit nimmt und dann auch ganz präsent ist.

Wertschätzende Worte: Andere Menschen erstrahlen, wenn man ihnen sagt, was man an ihnen schätzt. Das können allgemeine Komplimente sein wie:”ganz toll wie Du das gemacht hast!“. Doch besonders tief berühren Worte, bei denen zu spüren ist, dass der andere ganz genau hingesehen hat und sagt, was er Einmaliges wahrgenommen hat. Mancher mag es besonders, die wertschätzenden Worte in geschriebener (handgeschriebener?) Form zu erhalten.

Unterstützung: Anderen wiederum bedeuten praktische Handlungen mehr als viele Worte. Das kann vom Mülleimer bis zur Hilfe bei der Steuer reichen. Sie sehen: Der andere setzt sich für mich ein und das berührt sie.

Genau hinsehen bitte.

Weil unsere Ausdrucksformen und Empfangskanäle sich so sehr unterscheiden, lohnt es sich, genau hinzuschauen. Wenn Du weißt, was Dich besonders berührt, kannst Du den Partner leichter darum bitten. Und wenn Du erkennst, was den anderen besonders anspricht, kannst Du ihm das schenken. Du bleibst Du selbst, aber Du richtest Dich auf den anderen aus.

Äh, ja…ich wollte…

Das kann anfangs etwas holprig sein, weil Du Liebe und Zuneigung am liebsten in der eigenen, bevorzugten Weise zeigen willst. Doch Du kannst es üben. Mit der Zeit lernst Du den Kanal des anderen zu verstehen und auf ihm zu funken. Sogar fließend. 

Lass Dich inspirieren und überlege.

Wie drückst Du Liebe & Zuneigung am häufigsten aus? Und welche Ausdrucksform berührt Dich selbst besonders?

Geh in einen liebevollen Austausch.

Sprich mit Deinem Partner oder engen Freundinnen über die bevorzugte Ausdrucksformen von Liebe & Zuneigung.

Extratipp.

Schreibe Dir von den Menschen in Deinem Freundeskreis auf, was ihr Empfangskanal ist. Überlege, wie Du sie auf ihre Art beschenken kannst. Das bringt die Liebe auch in Dein Leben zurück.

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Herzlichst

Rosenduft & Liebeszauber

Rosenduft & Liebeszauber

Erst einmal fange ich ganz unromantisch an, über Romantik zu schreiben. Die Begriffe Romantik und romantisch beschreiben ja nur die Eigenschaft einer Sache oder eines Ereignisses, Menschen mit Liebe und Sehnsucht zu erfüllen.

Mehr Romantik in ihrer Beziehung wünschen sich viele Frauen.

Wie aber kann die mangelnde Romantik geweckt werden? Was trägt dazu bei Menschen mit Liebe und Sehnsucht zu erfüllen? Es gibt Dinge, die bei vielen Menschen romantische Gefühle wecken: Rosen, Sonnenuntergänge, Musik oder das sanfte Rauschen des Meeres. Diese Dinge sind nicht per se romantisch, aber in unserer Kultur, haben wir sie als weit verbreiteten Auslöser von Romantik kennen gelernt. Wenn wir sie sehen, löst das Sehnsucht und Liebe aus. Manches ist leicht verständlich – es flüstert sich bei sanften Klängen einfach besser als bei hartem Punk.

Romantik entsteht.

Nimmst Du etwas Schönes wahr, berührt das etwas in Dir. Du öffnest Dich, wirst weicher und sanfter. Doch das Empfinden für Schönheit ist sehr verschieden. Dinge, die Du romantisch findest, tut die nächste als kitschig ab. Ich war einmal in einem Haus zu Gast, in dem überall „romantische“ Figuren standen. Mit überall meine ich überall – sogar auf der Toilette. Das löst bei mir keine Romantik aus, sondern eher Fluchtgedanken.

Romantik entsteht auch da, wo dem Geheimnisvollen Raum gegeben wird. Sanftes Licht, ein neuer Geschmack auf der Zunge, ein besonderer Ort. Romantik wächst, wenn man sich auf das Unbekannte, Ungewisse, Abenteuerliche einlässt. Das mag für manche Menschen nicht leicht sein, in dieser auf Sicherheit bedachten Gesellschaftsnorm.

Romantik einüben?

Ich kann sie mit Musik locken. Ich bin nicht immer in Stimmung um Blogartikel oder Newsletter zu schreiben. Aber ich habe einige CDs, die ich dann einlege. Bin ich anfangs noch mussmutig, so werde ich bei den vertrauten Tönen, ruhiger. Ich komme in die richtige Stimmung zum Schreiben. In gleicher Weise kannst auch Du bestimmte Signale setzen, die Raum für Romantik schaffen.

Erinnerungen, ein Lieblingswein, eine Kuscheldecke, ein schöner Ausblick. Trau Dich Deine romantischen Gefühle auch allein zu genießen. Vielleicht wecken sie in Dir ja den Mut eine neue Partnerschaft zu wagen, wer weiß.

Achtung Falle

Möchtest Du gemeinsam Romantik erleben, dann werde feinfühlig. Ist es der richtige Moment für Deinen Partner? Kann er den Schalter umlegen wenn sein Tag voller Stress war? Habt ihr genügend Zeit? Denn Romantik entfaltet sich nicht blitzschnell – sie braucht Raum zum Atmen. Wie guter Rotwein. 

Lass Dich inspirieren und überlege.

Welche Momente hast Du als besonders romantisch in Erinnerung?

Was hat sie ausgemacht?

Geh in einen liebevollen Austausch

Mach Dir eine Liste mit den Dingen und Orten, die Du besonders romantisch findest.

Sprich mit Deinem Partner darüber, was nährt die Romantik und das Knistern zwischen Euch?

Sei nicht enttäuscht wenn dabei Unterschiede deutlich werden. Achte auf die Schnittmenge, die stärkt und trägt.

 

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Herzlichst

Kein Mann ist auch keine Lösung

Kein Mann ist auch keine Lösung

Wer wirklich Beziehung leben will, muss loslassen. Zunächst andere Aktivitäten. Liebe wächst da, wo wir einander ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Das bedeutet sich von Gedanken und Aktivitäten zu lösen, die Zeit und emotionale Energie rauben. Stattdessen kannst du mehr Raum für Begegnung schaffen.

Außen und innen.

Doch noch wichtiger als der äußere Raum ist der innere. Es ist verrückt, aber wahr: Nur wenn Du innerlich loslässt, kannst Du Dich auf eine Beziehung mit einem anderen Menschen einlassen. Um lieben zu können, ist es notwendig, vieles loszulassen, das Dir den Blick auf den anderen versperrt.

Vorurteile und rosarote Vorstellungen verzerren.

Du siehst nicht mehr, wer und wie der andere tatsächlich ist. Du hast ein festes Bild vom anderen, die auf Deinen bisherigen Erfahrungen basieren. Die festen Bilder im Kopf verhindern, dass Du umfassend wahrnimmst. Kannst Du ihn oder sie auch mit neuen Augen betrachten?

Menschen sind frei.

Lösen kannst Du Dich auch von Erwartungen an das Verhalten des anderen. Menschen sind frei und verhalten sich oft anders, als Du es erwartest. Das kann irritierend und verletzend sein. Die Würde des Mitmenschen zu achten bedeutet auch, Entscheidungen zu respektieren, die Du anders getroffen hättest, die – möglicherweise falsche – Wahl zu akzeptieren und nicht ständig zu sagen oder zu denken: „Ich hätte das aber anders gemacht“.

Bisherige Erfahrungen.

Vor allem negativer Art – können verhindern, dass wir einander tatsächlich begegnen. „ So etwas will ich nie wieder erleben!“, lautet die Grabinschrift vieler Beziehungen. Da, wo Du Dich vor möglichen Verletzungen schützen willst, verschließt Du Dich gleichzeitig auch vor dem Lieben.

Beziehungsbremsen.

Ein Weg dem auf die Spur zu kommen, kann darin bestehen, Dir selbst einige Fragen zu stellen:

  • Welches Verhalten hat mich in der Vergangenheit verletzt?
  • Was möchte ich auf keinen Fall mehr erleben?
  • Und welche Strategien wende ich an, um eine Wiederholung zu vermeiden?

Dann prüfe, ob diese Strategien wirklich hilfreich und für Deine Beziehungen förderlich sind. Und überlege, was du stattdessen entwickeln könntest.

Wenn Du Dich bisher durch Rückzug geschützt hast, könnte ein neuer Weg sein, Dinge offener anzusprechen. Verzeihe den Menschen, die dich verletzt haben, und lass Dich bewusst auf das Risiko neuer Begegnungen ein. 

Geh liebevoll in Dich.

  • Welche festen Vorstellungen blockieren Dich und deine Beziehungen?
  • Was willst Du loslassen?

Inspiration:

  • Such Dir ein Symbol für das, was Du gern loslassen möchtest, vielleicht einen Stein. Lass symbolisch los, z.B. indem Du ihn im See, Fluss oder Meer versenkst.

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Suche Mutter, biete Liebe

Suche Mutter, biete Liebe

Verlieben kann sich jeder. Plötzlich im anderen den Traumprinzen  zu sehen,  – dazu gehört Offenheit und die berühmte Anziehungskraft.

Ob aus der Begeisterung tragende Liebe werden kann, hängt vor allem von der Reife der Partner ab. Unreife Menschen können wunderbar sein. Ich kenne unreife Menschen, die nur um sich selbst kreisen, ihre Bedürfnisse mit lautem Geschrei äußern, erwarten, dass andere alles für sie tun und selbst keine Verantwortung übernehmen. Ich finde diese unreifen Menschen absolut bezaubernd und faszinierend – wenn es sich dabei um Babys handelt. Für sie ist unreifes Verhalten das einzig angemessene. Ihr unreifes Verhalten entspricht ihrem Alter und Entwicklungsstand.

Wenn die Entwicklung gut verläuft…

dann werden die einst unreifen Babys zunehmend Verantwortung für sich selbst übernehmen und ihr Leben gestalten. Und schließlich auch fähig sein, für andere Menschen Verantwortung zu übernehmen. Vom Erwachsenen erwartet man zu Recht reifes Verhalten. Ab einem gewissen Alter ist es angemessen, dass Menschen auch andere im Blick haben und bereichern.

Reife ist ein natürlicher Prozess.

So wie eine Frucht ganz natürlich heranreift, wenn sie Wärme und Nährstoffe erhält, entwickeln Menschen ganz natürlich Reife, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Auch sie brauchen Wärme und Nahrung – sowohl für den Körper als auch für die Psyche.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass das nicht immer so klappt. Es gibt – in der Kindheit, aber auch später – Phasen der Unterversorgung. Ein Mensch, der das erlebt hat, wird dazu tendieren, zu  erwarten das Fehlende noch nachgeliefert zu bekommen. Er reagiert mit Forderungen an andere, für ihn zu sorgen, für ihn da zu sein, für ihn Verantwortung zu übernehmen.

Nur zwei Möglichkeiten.

Problematisch wird es für Beziehungen, wenn Menschen im Reifeprozess steckengeblieben sind und nur um sich kreisen und erwarten, dass auch andere das tun. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:

  • Du trennst Dich vom anderen, wenn Du nicht auf Dauer mit einem selbstbezogenen Menschen leben möchtest.
  • Oder Du bittest ihn, sich mit dem fehlenden in seinem Leben auszusöhnen, und unterstützt ihn dabei.

Dazu kann professionelle Hilfe beitragen.

Es ist doch so.

Nur Menschen die Reife entwickelt haben, können geben und bereichern  – einander und andere Menschen, die ihre Unterstützung brauchen. 

Lass Dich inspirieren und beobachte.

Welche Menschen erlebst Du als eher unreif?

Wer strahlt für Dich Reife aus?

An welchen Verhaltensmustern machst Du das fest?

Geh liebevoll in Dich.

Wo reagierst du selbst fordernd und erwartend?

Auf welchen Mangel weist Dich das hin?

Wie könntest Du da nachreifen?

 

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Herzlichst