Ein wunderschöner Herbsttag. Ich sitze einer Freundin gegenüber, ich habe sie lange nicht gesehen und es gibt viel zu erzählen, vom letzten Urlaub, von der Arbeit. Smalltalk eben.

Plötzlich schweift das Gespräch ab… sie wird ganz rot am Hals und schnappt nach Luft. Wechseljahre, sagt sie entschuldigend.

Hhmmm sage ich, was ist wirklich los in deinem Innenleben?

Nicht für alle Frauen sind die Wechseljahre ein kritischer emotionaler und körperlicher Zeitpunkt. Wusstest du, dass es in einigen Ländern der dritten Welt diesen Begriff der Wechseljahre gar nicht gibt ?Vielleicht, weil dort mit dem Alter die Bedeutung und das Prestige der Frauen steigt?

Bei uns hingegen werden mit den Wechseljahren Unattraktivität, Hitzewallungen, Überempfindlichkeit und Depressionen assoziiert.

Dennoch erleben etwa ein gutes Drittel aller Frauen die Wechseljahre ohne Beschwerden. Warum ist das so, wovon hängt das ab? Oder anders herum gefragt:

Welche Faktoren beeinflussen die Stärke der Beschwerden?

Wichtig zu wissen:

  • Je negativer man Veränderungen bewertet, umso mehr leidet man unter ihnen und umso schlimmer empfindet an sie.
  • Frauen, deren Selbstwert an ihre Schönheit gebunden ist, haben mit den körperlichen Auswirkungen der Wechseljahre größere Probleme.

Kennst du das Sprichwort, dass Männer mit dem Alter interessanter werden und Frauen faltiger? Wie grausam ist das denn?

Frauen, die sich plötzlich zum alten Eisen gehörig fühlen, krampfhaft versuchen mitzuhalten oder generell mit ihrem Leben unzufrieden sind, die leiden sehr viel schwerer unter den körperlichen und psychischen Beschwerden.

Wer nicht aus dem Trott seiner Gedanken und Meinungen aussteigen kann, wer nicht seine Routinen unterbrechen, sondern das Selbstbild von vor Jahren aufrecht erhalten will, der ist in den Symptomen gefangen und nichts wird Erleichterung bringen.

Ist das nicht auch grausam?

Wer hingegen diese Zeit als Beginn einer neuen Phase ansieht und sich damit befasst, welche Vorteile und Freiräume diese bietet, puffert damit die Auswirkungen ab und wird alles viel sanfter erleben.

Statt die Wechseljahre als eine Last und eine Bedrohung anzusehen, können wir diese Zeit auch als eine Chance ansehen. Die Chance fällt uns allerdings nicht in den Schoß.

Also, wieso Chance?

Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, kann das auch ein Zeitpunkt im Leben sein, an dem sie Bilanz ziehen und sich umorientieren.

Und ich meine nicht diese Art von Bilanz, was alles nicht mehr funktioniert und was man verlieren könnte. Oder optische Auffrischung aus Angst, dass der Mann sich sonst eine Jüngere suchen könnte.

Ich meine die Art von Bilanz, in der es um das persönliche Wohlbefinden geht.

Die Zeit des Wechsel als Anlass nehmen, sich mehr um sich selbst und seinen Körper zu kümmern und sich ganz bewusst zu überlegen, welche Belastungen man im Alltag abbauen kann und die Frage: Was will Neues aufgebaut werden? Aus den Antworten kann dann ein echter Wechsel gestaltet werden.

Wenn wir mehr vom Leben haben wollen, dann müssen wir die Routine unterbrechen und bewusst Neues suchen und erleben. Innerlich wie äußerlich.

Deswegen hat Bilanz ziehen damit zu tun, sich vor allem drei wichtige Fragen zu stellen:

  • Was möchte ich noch erleben, was ich mir schon lange gewünscht habe?
  • Welche neuen Ziele möchte ich mir nun stecken?
  • Womit möchte ich mich noch befassen, was interessiert mich?

Und das darf Spaß machen und Freude bringen. Ganz nebenbei erhöht das auch deine Attraktivität.

Wenn du dabei meine Unterstützung brauchst: Ich bin da. Hier geht es zum kostenfreien Kennenlerngespräch:

Herzlichst

Ilona Steinert