Neulich bekam ich eine E-Mail von einer Leserin. Darin schrieb sie mir, dass es wirklich der allerletzte Quatsch sein, den ich zum Thema Aussöhnung schreiben würde. Sie hatte eine sehr deutliche persönliche Meinung:

Wer den Kontakt zu seinen Eltern abbrechen würde, sorgt damit in den meisten Fällen für eine 100% Verbesserung seiner Lebenssituation. Das hätte sie beobachtet und könnte auch persönlich durch ihr eigenes Leben bestätigen. Im weiteren Text bestritt sie, dass Menschen ohne Versöhnung im Leben mit bestimmten Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Ich kenne solche Einwände. Besonders Menschen, die in ihrer Kindheit schwere Traumata erlebt haben, können zu dem Schluss kommen, das Verhalten ihrer Eltern niemals akzeptieren oder verzeihen zu können.

Manchmal steht unser Stolz und der Glaube, unser Gesicht zu verlieren, im Wege. Oder dieser Entschluss beruht auf Missverständnissen, die das Thema Aussöhnung öfters begleiten.

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Wichtig zu wissen:

  • Mit der Aussöhnung stellen wir unseren Eltern keinen Freifahrtschein aus. Aussöhnung bedeutet nicht, dass wir gutheißen, was sie uns angetan haben.
  • Frieden schließen wir unseretwegen, nicht der Eltern wegen. Wir wollen uns von einer schweren Last befreien und uns nicht auch noch heute damit bestrafen, dass wir uns fortwährend mit unserer schwierigen Kindheit beschäftigen und unsere Eltern verachten.
  • Sich mit der Vergangenheit auszusöhnen, muss nicht unbedingt bedeuten, dass wir unseren Eltern verzeihen. Auch wenn das der innigste Wunsch ist. Aussöhnung kann auch bedeuten, dass wir die Vergangenheit so akzeptieren, wie sie für uns wahr, und sie ruhen lassen.
  • Aussöhnung heißt, dass wir den Eltern keine Vorwürfe mehr machen, sondern akzeptieren, dass unsere Eltern sich nicht wie gute Eltern verhalten haben.
  • Aussöhnung kann bedeuten, dass wir akzeptieren, dass unsere Eltern sich aufgrund ihrer eigenen Lebensgeschichte oder eigener seelischer Probleme nicht anders verhalten konnten.
  • Frieden schließen bedeutet nicht unbedingt, dass wir wieder Kontakt zu unseren Eltern aufnehmen müssen. Dieser Prozess kann ganz allein in unserem Inneren erfolgen.
  • Sich suszusöhnen heißt auch nicht unbedingt, dass wir hierzu ein Schuldeingeständnis unserer Eltern benötigen.
  • Aussöhnung sollte nicht an die Erwartung geknüpft werden, dass sich deine Eltern noch ändern.

Die meisten von uns haben in der Kindheit nicht nur positive Erfahrungen mit ihren Eltern gemacht. Es liegt in der Natur von Erziehung, dass Eltern uns manche unserer kindlichen Bedürfnisse nicht erfüllen und uns das tief enttäuscht hat.

Als Kinder versuchen wir das, was uns passiert, mit unserem noch sehr beschränkten Verständnis von der Welt einzuordnen. Manche Verhaltensweisen unserer Eltern konnten wir damals nicht verstehen, oder nur falsch verstehen. Deshalb macht es Sinn, aus der heutigen Erwachsenensicht unsere gesammelten Erfahrungen nochmals anzuschauen und zu prüfen, ob wir sie noch genauso wie als Kind bewerten.

Ich empfehle dir dazu eine professionelle Begleitung zu suchen, was sich als sehr hilfreich erweisen wird.

Wenn du das mit mir angehen möchtest, dann nimm Kontakt zu mir auf:

Steh dir nicht weiter selber im Wege. Wenn du nicht auf dich achtest, wer sollte es dann tun?

Mehr Infos zur Kraft der Aussöhnung findest du hier:

Alles Liebe

Deine Ilona